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Baubericht Exquiser von Tim Weißbach

gebaut von Jürgen Wertz

Teil 1: der Rohbau

Nachdem mein Großprojekt – die Kruk- nun bautechnisch fertig gestellt ist und auf ihren Erstflug wartet, suchte ich einen kleinen Segler, bei dem ich auch ordentlich etwas zum bauen habe.
Gesucht, gefunden…

...der Exquiser von Tim Weißbach, handlich von der Größe

  • Spannweite: 1330 mm
  • Länge: 740 mm
  • Gewicht: ab 410 g

und mit einer besonderen Steuerung versehen. Das Modell nutzt statt der Querruder die Flächenverwindung und wenn man sich die Videos anschaut, geht das Klasse!

Der Baukasten überzeugt mit hervorragend gelaserten Bauteilen und einen 1:1 Bauplan der mit viel Liebe zum Detail aufwartet.

Zunächst müssen alle Rippen (und das sind viele) raus getrennt werden, dann werden die Randbögen verklebt.

Als Nächstes werden alle Rippen eingeklebt. Dies geschieht direkt auf dem Plan. Durch beschweren während der Trocknungsphase vermeidet man Verzug. Anschließend werden die CFK-Rohre und die Messingrohre für die Steuerung eingeklebt.

Der Zusammenbau des Rumpfes ist ein wenig ein Geduldsspiel. Ein vorbereitetes Seitenteil wird auf den Plan gelegt und die Spanten in die Aussparungen gesteckt. Dann wird das 2. Seitenteil aufgelegt und alle Spanten in die jeweiligen Aussparungen gebracht. Jetzt können die Spanten verklebt werden. Durch die konische Rumpfform ist es wichtig direkt auf dem Plan zu bauen, damit der Rumpf gleichmäßig wird.

Nach dem Verkleben des Messingführungsröhrchens und Aufstecken der Flächen bekommt man den ersten Eindruck, wie die Flächenverwindung funktioniert.

Die beiden Servos werden mit etwas Fummelei eingepasst.

Servokontrolle Fächenverwindung

Flächenverwindung Exquiser von Tim Weißbach
Flächenverwindung Exquiser von Tim Weißbach

Wie werden die Flügel eigentlich in Position gehalten?
Multilock, Tesaband oder Inbusschrauben gehen natürlich nicht. Der Exquiser hat eine einfache, elegante und (hoffentlich) auch haltbare Lösung zu bieten. Der Rundstahl, der zum einen die Steckung ist und zum anderen gleichzeitig auch die Drehachse für die Verwindung, wird am Ende durch einen Magneten in der Fläche gehalten. Dazu wird ein Magnet in dem Messingrohr verklebt. Der Rundstahl wird in den Flügel geschoben und – plong- der Magnet zieht den Stahl an und die Flächen sitzen fest.

Der Rohbau ist fertig und bereit zum Lackieren und Bügeln.

Teil 2: Lackieren, Folieren und Einbau der Elektronik

 

Den Rumpf habe ich 2x mit Porenfüller gestrichen, dann grundiert. Natürlich jedes Mal mit Zwischenschliff. Abschließend konnte der Lack aufgetragen werden. Ich habe dazu eine Spraydose verwendet.

Jetzt gehts ans Bügeln. Da ich die Flächen mehrfarbig mit transparenter Folie bügeln möchte, ist ein exakt zu regelndes Bügeleisen absolut notwendig. Bevor mit dem Bügeln begonnen werden kann, muss die Fläche geschliffen und sorgfältig entstaubt werden.

Begonnen habe ich mit der Unterseite von innen nach außen. Dazu habe ich die entsprechenden Folien mit Übermaß zugeschnitten. Jetzt kann gebügelt werden.

Die Unterseite ist fertig

Mit der Oberseite wird genauso verfahren.

Fertig!

Das Seitenleitwerk wird ebenfalls gebügelt, die Seitenruder mit Tesaband klassisch als Scharnierband befestigt. Das Leitwerk wird dann sorgfältig mit dem Rumpf verklebt. Dazu die Flächen anstecken und sorgfältig ausgerichtet.

Einbau der Elektronik

Setup:

  • Motor: Hacker A10-13L, 3S Lipo
  • Luftschraube: Aeronaut Klappschraube 8 x 4“ mit Cool Nose 30mm Spinner
  • Servos Quer / Höhe: KST DS 113MG
  • Servo Seite: HiTec HS-40
  • Akku: SLS Cube 3S 850mAh
  • Abfluggewicht: 440g

Der Motor war schnell eingebaut. Die Servos waren schon drin, also Empfänger anschließen und…
...Mist, der Graupner Hott GR-12 war zu groß, vor allem zu lang. Also Kunststoffgehäuse entfernen – und immer noch zu lang. Also nächster Versuch. Alle Servos ausbauen und hoffen, dass ich einen Teil des abgespeckten Empfängers unter die Querservos schieben konnte. Passt! Jetzt den Rest des Empfängers mit allen Servokabeln an dem Messingrohr und Servohalterung des Seitenruders vorbei „quetschen“.

Jetzt noch Deckel drauf und Spinner mit Luftschraube montieren (diese Einheit unbedingt wuchten).
Zuletzt noch die beiliegenden geplotteten Folien aufbringen. Die Folie ist sehr ordentlich geplottet und mit Transferfolie kaschiert. Die Transferfolie hätte ruhig schwächer klebend sein können! Beim Abziehen zog sie schon arg an der Bügelfolie, sodass ich lieber noch einmal die Folie auf den Rippen nachgebügelt habe. Das war aber auch schon der einzige Negativpunkt des Baukastens.

Nun ist er fertig und wartet auf den Erstflug. Fortsetzung folgt….